Eigentlich hatte ich vor, dieses Rezept in mein nächstes Kochbuch zu stecken. Doch da dies bisher noch nicht in konkreter Planung ist, teile ich das Rezept jetzt schon mit euch. Seid aber bitte nicht böse, wenn der Tofu trotzdem im nächsten Buch landet, denn er ist einfach zu gut um ihn nicht weiter in die Welt zu tragen. Sonst bin ich ja eher ein zurückhaltender Mensch und spucke selten große Töne. Doch von diesem Tofu bin ich so überzeugt, dass ich es laut verkünden muss: Den müsst ihr probieren! Der ist weltklasse!
Tofu stand bei uns bisher nur ab und zu auf dem Speiseplan. Mein Mann mag Räuchertofu gerne, ich liebe Naturtofu vor allem in asiatischen Nudelgerichten. Doch wir essen ihn immer zum Gemüse dazu und machen ihn selten zum Zentrum unseres Tellers. Das änderte sich schlagartig, als ich in den letzten Wochen die Zeit hatte, mich mehr mit der Zubereitung von Tofu zu beschäftigen. Ich habe verschiedene Tipps ausprobiert und so den für mich perfekten und weltbesten Tofu gefunden. Mit den folgenden Tipps werdet auch ihr zum Tofu-Liebhaber. Wetten?

Ich besitze eine Tofupresse. Natürlich dachte immer, dass ich so ein Schnickschnack nicht brauche, doch macht es wirklich einen großen Unterschied seinen Tofu zu pressen. Warum? Weil dadurch viel Wasser herausgedrückt wird und der Tofu eine bessere und weniger wässrige Konsistenz erhält. Bevor ihr euch jetzt aber hektisch noch ein Küchengerät zulegt, dass ihr dann eh nicht benutzen werden, kommt hier ein großes Aber. Mir wurde die Presse von den Schwiegereltern geschenkt und ich finde sie genial. Ihr könnt sie aber ersetzen, indem ihr den Tofu in ein Küchentuch wickelt, ihn zwischen zwei Teller legt und viele, schwere Bücher darüber stapelt. Hat denselben Effekt und kostet euch keinen Cent. Tofupressen gibt es einige auf dem Markt, ich habe diese hier. Sie ist leider aus Plastik und vom großen A und kann auch schnell kaputtgehen (ich spreche aus Erfahrung). Leider habe ich bisher aber keine anderen ausprobiert, weil ich ja bereits eine besitze.
Bratnudeln Mit Hackfleisch Und Tofu Rezept
Einige Menschen schwören auch auf das Einfrieren von Tofu. Durch das Auftauen tropft die gesamte Flüssigkeit aus dem Tofu heraus. Das klappt auch richtig gut, nur muss man bei dieser Variante länger als 30 Minuten im Voraus planen.
Auf der Seite eines Tofuherstellers habe ich den Tipp gefunden, den Tofu zu reißen und ihn nicht in Quadrate zu schneiden. Das habe ich in asiatischen Nudelgerichten schon immer gemacht, doch habe ich ihn eher so in Hackfleischgröße zerkleinert und nicht in mundgerechte Stücke. Durch die raue Oberfläche kann die Marinade dann viel besser am Tofu haften bleiben. Ich habe es direkt ausprobiert und werde meinen Tofu nie wieder anders zubereiten.
Dann habe ich neulich gelesen, dass man die Marinade erst nach dem Anbraten über den Tofu geben soll. Eigentlich dachte ich, dass es wichtig sei, den Tofu vorher zu marinieren, damit er den Geschmack der Marinade aufnimmt. Doch glaubt mir: Es macht einen riesengroßen Unterschied! Mit dieser Methode bleibt die Marinade wie ein Mantel an dem Tofu kleben und kreiert fast schon eine Konsistenz von Nuggets. Ich weiß, das ist ein blödes Wort zum Beschreiben, aber ich kann es nicht besser erklären. Natürlich funktioniert diese Zubereitungsart nur, wenn eure Marinade auf Nussmus oder Tahini-Basis ist. Doch ehrlich gesagt, werde ich eh nichts anderes mehr essen.

Feurig Würzige Marinade Für Tofu Und Co. Rezept Selbst Machen
Um kurz meinen Mann mit einem Augenzwinkern zu zitieren: „Du hast unser Tofu-Game in den letzten Wochen echt auf ein neues Level angehoben“. Wir haben diesen Tofu in den letzten Wochen wirklich oft gegessen und können uns jedes Mal dran erfreuen. Ich habe meinen Tofu immer schon in einer Mischung aus Erdnussmus, Limettensaft und Tamari mariniert. Zuletzt habe ich dazu dieses Rezept geteilt. Doch um die perfekte Balance zwischen sauer und herzhaft zu erreichen, habe ich es mal mit Apfelessig probiert. Der ist einfach noch etwas saurer als Limettensaft und ich habe ihn, im Gegensatz zu Limetten, immer vorrätig. Natürlich kann man ebenfalls noch geriebenen Ingwer und Knoblauch dazugeben, doch ist das fast nicht nötig. Diese perfekte Balance aus salzig (Tamari) und sauer (Essig) verbunden durch das Nussmus ist wirklich genial. Und einfach sowieso.
Falls ihr Respekt vor Sojaprodukten habt, kann ich ihn euch nehmen. Soja hat in den letzten Jahren einen sehr schlechten Ruf bekommen. Genmanipulation und ungesunde Fleischersatzprodukte auf Sojabasis haben da ihren Teil zu beigetragen. Doch ist Tofu aus guter Qualität eine sehr gesunde, pflanzliche Proteinquelle. Natürlich kaufe ich Tofu, Tempeh oder Tamari (weizen- und glutenfreie Sojasauce) nur in Bio-Qualität. Außerdem achte ich auf die Herkunft der Sojabohnen und kaufe nur Produkte aus deutschen oder österreichischem Sojaanbau (mit Ausnahme von Tamari). Empfehlenswerte Firmen sind eigentlich alle, die ihr in eurem Bioladen des Vertrauens findet, z. B. Taifun-Tofu. Aber auch Rewe Bio hat einen wirklich sehr guten Naturtofu aus Bioland-Qualität. Das soll keine Werbung sein und ich werde für diesen Beitrag nicht bezahlt. Doch aus euren Fragen weiß ich, dass ihr euch über solche Empfehlungen freut.

Wenn ihr allerdings unter Schilddrüsenerkrankungen, Hashimoto oder sonstigen chronischen Krankheiten leiden, solltet ihr Tofu nicht im Übermaß verzehren. Wenn euch ab und zu mal nach Tofu oder auch Tempeh ist, dann braucht ihr da keine Angst zu haben. Auch bei uns gibt es nicht täglich Tofu. Nicht einmal wöchentlich. Zumindest bevor wir diesen Tofu für uns entdeckt haben …
Zucchinipfanne Mit Tofu
Ich bin kein Experte auf dem Gebiet Kinderernährung und selbst nicht Mutter. Es gibt Quellen, die behaupten, dass die in Soja enthaltenen Isoflavone hormonell wirksam sein sollen und deshalb für Kinder und Jugendliche nicht geeignet seien. Auf diesem Gebiet kenne ich mich nicht gut aus und verweise da im Zweifelsfall an den Kinderarzt. Ich würde bei Säuglingen definitiv nicht zu Sojaprodukten raten. Doch bei Kleinkindern und Jugendlichen spricht m. E. wenig dagegen, ab und zu Tofu oder Tempeh zu reichen. Natürlich rede ich hier nicht von verarbeiteten Sojaprodukten mit unzähligen ungesunden Zusatzstoffen, sondern von hochwertigem, reinen Soja aus kontrolliertem, biologischen Anbau. Ich kann es nicht oft genug sagen: die Dosis macht das Gift.

Ich bin kein Experte auf dem Gebiet Kinderernährung und selbst nicht Mutter. Es gibt Quellen, die behaupten, dass die in Soja enthaltenen Isoflavone hormonell wirksam sein sollen und deshalb für Kinder und Jugendliche nicht geeignet seien. Auf diesem Gebiet kenne ich mich nicht gut aus und verweise da im Zweifelsfall an den Kinderarzt. Ich würde bei Säuglingen definitiv nicht zu Sojaprodukten raten. Doch bei Kleinkindern und Jugendlichen spricht m. E. wenig dagegen, ab und zu Tofu oder Tempeh zu reichen. Natürlich rede ich hier nicht von verarbeiteten Sojaprodukten mit unzähligen ungesunden Zusatzstoffen, sondern von hochwertigem, reinen Soja aus kontrolliertem, biologischen Anbau. Ich kann es nicht oft genug sagen: die Dosis macht das Gift.

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