Klassisches heißes Wasser ist eine der wichtigsten Zutaten in der heimischen Küche. Mit diesem Rezept brennt auch dem blutigsten Kochanfänger das Kochwasser nicht mehr an. Aus der Reihe Kochen für Anfänger, die absolut kein Grundwissen haben.
Man hat mir gerade letztens wieder vorgeworfen, dass meine Rezepte eine gewisse Grundkenntnis der Küchensprache bzw allem was mit Küche und Kochen zutun hat voraussetzen würde. Das hat mich zum Nachdenken gebracht.

Vielleicht stimmt es ja und ich überfordere mit meinen Anforderungen die willige Kundschaft, die meine Rezeptvorschläge unbedingt nachkochen möchte, grenzenlos und schrecke sie mehr vom Kochen ab als, dass ich sie dazu animieren kann.
Kochendes Wasser Verdampft
Jedenfalls habe ich mir gedacht, dass es eben für diese Art Kochneulinge, die Anweisungen wie „schneide die Zucchini in 5mm große Würfel, indem Du dazu die Zucchini zuerst der Länge nach in 5mm breite Scheiben schneidest, diese dann in 5mm dicke Streife und zu guter Letzt der kurzen Seite nach in 5mm große Würfel zersägst.“ nicht verstehen, eine komplette Schulung von Grunde auf bedarf.
Stelle für klassisches heißes Wasser einen Kochtopf mit zumindest 5 Liter Fassungsvermögen auf ein passendes Kochfeld Deines Elektroherdes. Solltest Du keinen E-Herd zur Hand haben, so tut es vorerst auf ein Feuer auf dem Küchenboden. Sorge aber dafür zuerst für eine feuerfeste Unterlage, die die Hitze auch ein wenig abschirmt, nicht, dass Mutti später wegen dem verkohlten Fußboden schimpft. Das wollen wir nämlich gar nicht! Im nächsten Schritt füllst Du die 4 Liter Wasser in den Kochtopf. Nun siehst Du auch schon, dass es schlau war ein 5l Kochtopf zu wählen. So schwappt uns auch nix über, wenn das Wasser dann endlich kocht. Komplizierter wäre es, wenn Du nur zB einen 3 Liter Topf hast und versuchst hier 4 Liter einzufüllen, denn so würdest du schnell zu einer weiteren Grundlage in der Küche kommen, bevor Du noch mit dem eigentlichen Sinn, dem Kochen, begonnen hast: Dem Putzen und Aufwischen. So… Topf gefüllt mit Wasser steht auf einer Hitzequelle, somit können wir, da wir ja die bequeme Art des Kochens gewählt haben (wir müssen also nicht auch noch Zunder und Brennholz heranschaffen, stapeln, etc.), sofort loslegen mit der Vorgang des Erhitzens. Drehe (solltest Du so neumodernes Zeugs in Deiner Küche vorfinden, so tippe an passender Stelle) also den Drehregler für die Hitze auf die höchste Stufe. Achte aber bitte darauf, dass es auch der Regler ist, der die Kochstelle unter dem 5 Liter Kochtopf, der mit 4 Liter Wasser befüllt ist, denn sonst, speziell bei einem herkömmlichen Ceranfeld / einer Kochmulde kann es nach nicht genau angegebener Zeit nötig sein, dass Du den örtlichen Notruf der Feuerwehr wählen musst, da Du versucht hast Muttis Küche warm abzutragen. Vorsicht gilt natürlich auch beim offenen Feuer am Boden! Man sollte auch dort tunlichst die lodernden Flammen kontrollieren. Nach einiger Zeit, das hängt sehr vom Typ ab – nicht Deinem, sondern der Bauweise der Kochstelle, wirst Du bemerken, dass etwas Rauch von der Wasseroberfläche absetzt. Keine Panik, dass ist gut so, denn wenn das Wasser beginnt seinen Aggregatzustand zu wechseln (von flüssig zu gasförmig) heißt das, dass es heiß wird und Du Deinem Ziel klassisches kochendes Wasser zu fabrizieren einen Schritt näher gekommen bist bzw es nun gar nicht mehr lange dauert. Als Nächstes beginnen dann vom Kochtopfboden Bläschen aufzusteigen. Beobachte das genau, geh dabei aber nicht zu nahe heran, denn Du könntest heißen Rauch (Wasserdampf) ins Auge bekommen und das tut Aua. Sobald die Wasseroberfläche unruhig wabernd vor sich hin gluckert, die Bläschen zu ordentlichen Blasen angeschwollen sind, dann – Herzlichen Glückwunsch – hast Du das Ziel erreicht und Dein erstes klassisches heißes Wasser zubereitet. Du kannst es nun weiterverwenden für Tee, zum Aufbrühen von Kaffee, durch zufügen einer gemeinen Küchenzutat zu Nudelwasser aufwerten, usw. Wie Du siehst ist heißes (kochendes) Wasser eine nicht zu verachtende Grundzutat.
Solltest Du einmal zu viel vom klassischen heißen Wasser zubereitet haben, so frier es doch ein, denn heißes Wasser kann man immer brauchen!
Heißwasserarmatur Und Kochendwasserhahn
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Klassisches Heißes Wasser
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Dir ist in meinem Rezept ein Begriff ein Wort aufgefallen welches Du so nicht kennst? z.B. 250 g Topfen oder 600 g Karree ... dann wäre es jetzt an der Zeit mein Wörterbuch der Küchenbegrifflichkeiten zu besuchen! KÜCHEN - ABC österreichisch > deutschHa ha, wie witzig! – OK, es gibt vermutlich unzählige mäßig amüsante Ratgeber für Leute mit den sprichwörtlichen zwei linken Händen, in denen ein ebenso mäßig amüsanter Tipp zum Wasser kochen vorkommt. Wahrscheinlich haben sie auch noch alle voneinander abgeschrieben.
Wer Nicht Fragt Bleibt Dumm
Es gibt aber vermutlich auch in jedem Kochbuch ein Rezept, für das man Wasser auf eine bestimmte Temperatur bringen muss. Angeblich sind 70°C ja die Wundertemperatur, bei der grüner Tee sein Aroma am besten entfaltet. Aber bitteschön: wie kriegt man Wasser auf 70°C, wenn man kein voll ausgestattetes Labor hat?
Wasser kocht bekanntlich bei 100°C. Kleinigkeiten wie Luftdruck und so lassen wir jetzt mal weg, schließlich sind wir ja doch in der Küche und nicht im Physiklabor. Jetzt stellen wir uns mal janz dumm: wie kriegen wir heißes Wasser wieder kalt?

Abwarten, bis das Wasser von selbst abkühlt. Dummerweise kann die Wartezeit je nach Gefäß, Deckel, Oberfläche usw. ziemlich variieren. Oder man kann zwischen zwei Gefäßen hin- und herschütten, denn dabei geht auch eine ganze Menge Wärme verloren. Beides ist zu ungenau, selbst für meinen Geschmack. Außerdem heißt es ja »Abwarten
Was Bedeutet Siedendes Wasser?
Wenn man heißes und kaltes Wasser mischt, wird’s lauwarm. Dafür hättest Du jetzt keine Anleitung gebraucht, oder? Aber wir wollen es ja ein bisschen genauer haben und 70°C erreichen. Dabei hilft uns die Richmannsche Mischungsregel, die wir für unsere Zwecke stark vereinfachen. Wer keine Lust zum Rechnen hat, kann auch einfach die Tabelle am Ende dieses Beitrags verwenden.
Warnhinweis: Liebe Mathe- und Physiklehrer, bitte nicht weiter lesen. Es wird jetzt schrecklich ungenau. Liebe Schüler, bitte nicht hier abschreiben. Wenn Ihr das in der nächsten Klassenarbeit verwendet, fallt Ihr durch.
Die Mischungstemperatur von zwei gleichartigen Flüssigkeiten ergibt sich aus der Menge der beiden Flüssigkeiten und ihren Temperaturen. Mischt man also einen Liter kochendes Wasser mit einem halben Liter kaltem Wasser (Zimmertemperatur) bekommt man 1, 5 Liter Wasser mit einer Temperatur von etwas über 70°C. Das errechnet sich so:

Kochendes Wasser Aus Dem Hahn
In der Küche hat man allerdings fast nie 100°C heißes Wasser, weil es schon ein paar Grad abkühlt, wenn man es nur vom Herd nimmt. Praktisch rechnen wir also mit 95°C und erhalten gemäß der obigen Formel genau 70°C. Für die praktische Anwendung solltest Du auch daran denken, dass Du natürlich einen 1, 5 Liter fassenden Topf brauchst, sonst gibt es eine Überschwemmung.
Wer mit gedacht hat, wird bemerkt haben, dass wir bisher die Frage beantwortet haben, welche Misch-Temperatur sich ergibt, wenn wir eine bestimmte Menge kochendes und kaltes Wasser zusammen schütten. Wir wollen aber eigentlich wissen, wie viel kaltes Wasser wir ins kochende schütten müssen, um eine bestimmte Temperatur zu erhalten. Wir müssen also die Formel umstellen:
Wer keine Lust hat, sich die Formel zu merken und in der Küche immer einen Taschenrechner herumliegen zu haben, kann sich auch an der folgenden Tabelle orientieren. Wir mischen immer einen Liter kochendes Wasser mit der angegebenen Menge kaltem Wasser, um die Zieltemperatur zu erhalten:
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