Wie Entsteht Wein

Wie Entsteht Wein

Wie entsteht eigentlich der Weinstil, wie kommt die Qualität in den Wein. Es gibt eine schier unendliche Zahl von Faktoren, die den Wein beeinflussen. Wie immer wollen wir uns aber einfach und verständlich halten.

Bevor wir auf die einzelnen Faktoren für die Qualität im Wein eingehen, möchte ich im ersten Artikel dieser Serie zeigen, wie die Zusammenhänge funktionieren. Also das «Big Picture» des Weins sozusagen.

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Im Mittelpunkt steht der Rebstock. Er ist der Klon einer bestimmten Sorte und hat zum Überleben und zum Ausreifen seiner Trauben nur genau 5 Grundbedürfnisse:

Leichtigkeit Des Weines. Rosé

Das Klima, der Boden und die Topografie des Rebbergs haben nur einen grossen Einfluss darauf, wie gut diese Grundbedürfnisse befriedigt werden. Der Winzer beeinflusst zudem mit seinem Massnahmen im Rebbau die Qualität. Er arbeitet das ganze Jahr daran, den Rebstock so zu unterstützen, dass dieser möglichst viele, gesunde und reife Trauben trägt.

Nach der Ernte wird der Wein im Keller verarbeitet. Erst steht die Weinbereitung an dann der Ausbau und schliesslich eine allfällige Weinreifung.

Jeder dieser Faktoren wirkt sich auf den Weinstil aus. Also auf die Farbe, die Aromatik, den Eindruck am Gaumen und auf die Qualität. Wenn Sie eine Flasche blind degustieren, beschreiben und bewerten Sie genau diese vier Punkte. Aber Sie versuchen auch zu ergründen, weshalb der Wein so ist. Sie wollen den Wein verstehen und versuchen dafür, Rückschlüsse auf die Einflussfaktoren zu ziehen.

Wie Klimaschädlich Ist Wein?

In den kommenden Beiträgen wollen wir uns den einzelnen Faktoren im Detail widmen. Hier für Erste eine knappe Übersicht, damit Sie einen Eindruck von der Komplexität des Weinmachens gewinnen.

Bei jedem dieser Faktoren können wir jetzt noch diverse Unterpunkte aufführen und tief ins Detail gehen. Für’s erste Verständnis bringt das aber nicht viel. In den kommenden Beiträgen möchte ich vielmehr kurz und einfach zeigen, welchen Einfluss das Terroir (Sorte, Klima, Boden, Lage) und der Winzer (Rebbau, Weinbereitung, Ausbau) auf den Weinstil haben. Und vor allem: Wie beeinflusst das schlussendlich die Weinqualität?Menschen, die mit ihren nackten Füßen auf Trauben stampfen, um später aus dem Saft Wein herstellen zu können, gibt es lange nicht mehr. Diese Methode ist schon längst veraltet und wird höchstens mal zu Werbezwecken genutzt. Heutzutage übernehmen Maschinen den Großteil der Arbeit und kreieren aus Weintrauben einen Wein.

Doch wie sehen die Prozesse heutzutage genau aus? Was genau passiert mit den Beeren, bis sie in die Flasche kommen? Und wie unterscheiden sich die verschiedenen Weinsorten bei der Herstellung?

Rosé Und Andere Bioweine

Wein besteht aus Weintrauben. Diese muss der Winzer in den Weinbergen pflegen, bis die Reben ihre Früchte tragen. Dabei nehmen die Beeren alle wichtigen Nährstoffe aus dem Boden heraus, die sie brauchen. Die sogenannte Lese (Ernte), findet zwischen August und Oktober statt. Der genaue Zeitpunkt der Lese hängt aber von verschiedenen Faktoren, wie das Klima, ab. Wichtig ist, dass alle Trauben reif sind! Denn erst dann weisen sie genug Zucker auf, um weiterverarbeitet zu werden. Nach der Lese werden die Trauben entrappt. Das bedeutet, dass die Beeren vom Stiel getrennt werden, um unerwünschte Bitterstoffe, welche sich in den Stielen befinden, zu vermeiden. 

Rotwein und Weißwein unterscheiden sich nicht sehr stark von der Herstellung. Der einzige Unterschied liegt darin, dass beim Weißwein die Trauben zuerst gekeltert werden und danach die Gärung stattfindet. Beim Rotwein ist es genau andersherum. Wie die einzelnen Schritte genau ablaufen, wird im Folgenden Beschreiben: 

Beim Weißwein werden die Trauben zuerst gekeltert. Das bedeutet, sie werden gepresst, um den Saft aus den Trauben zu extrahieren. Bei diesem Vorgang bleibt die Haut und Kerne der Beere zurück. Der dabei entstehende Traubensaft, auch Most genannt, wird in großen Edelstahltanks zur Gärung umgefüllt. 

Wie

So Wird Wein Gemacht: Von Der Traube Ins Glas » Weinfreunde Magazin

Bei der Gärung wird der Most in Wein umgewandelt. Dies geschieht durch die Zuführung von Hefe, die den Zucker vom Traubensaft in Alkohol umwandelt. Als Nebenprodukt entsteht Kohlenstoffdioxid, welcher sofort entweicht. 

Das Fruchtfleisch ist unabhängig von der Traubenfarbe immer hell. Die Farbpigmente der Traube befinden sich in der Traubenhaut. Um nun die rote Farbe des Weines zu erreichen, findet beim Rotwein zuerst die Gärung statt. Denn hier werden die Trauben zunächst gründlich eingemaischt, damit sich die Farbstoffe aus den Schalen lösen und in den Saft einziehen können. 

Nach der Gärung befinden sich in der Maische genügend Farbpigmente. In einer Presse (Kelter) wird die Maische zerdrückt und der Saft ausgepresst. Mittels eines Siebes wird der Saft nun von den Schalen und Kernen befreit. 

Der Gläserne Wein

Bei der Gärung kann der Winzer entscheiden, wie süß sein Wein werden soll. Je länger die Gärung anhält, desto trockener wird der Wein. Stoppt er die Gärung frühzeitig, wurde noch nicht jeder Zucker in Alkohol umgewandelt. Somit schmeckt der Wein viel süßer, enthält aber gleichzeitig auch weniger Alkohol.

Nach diesen Prozessen ist ein sogenannter Jungwein entstanden. Dieser ist meist noch sehr trüb und muss nun „verschönert“ werden. Dafür muss der Wein von Schwebeteilchen befreit werden. Zu den Schwebeteilchen gehören vor allem Tannine, Antho­cya­ne und ande­re Phe­no­le sowie Pro­te­ine. Sie würden sonst dafür sorgen, dass sich der Wein absetzt und sich Schliere in der Flasche bilden. Um diese aus dem Wein zu entfernen, überführt man sie zuerst in einen fes­ten Zustand. Das am häu­figs­ten ver­wen­de­te Schö­nungs­mit­tel ist Bentonit. Mithilfe der Tonerde flocken die Proteine auf, sinken zu Boden und können nun leicht aus dem Fass ent­fernt wer­den. Beim Rotwein verschönert man selten seinen Wein mit Bentonit, sondern greift auf Gela­ti­ne zurück. 

Die

Wenn der Wein frei von Bestandteilen ist, die eine ungewünschte Veränderung bewirken, lässt man ihm Zeit zum Ruhen. In diesem Prozess entwickelt der Wein meist seine Komplexität und Struktur. Dabei wird er meistens in Holzfässern umgefüllt, um dort zu reifen. Größtenteils werden Barriques Fässer verwendet, um dem Wein feine Holz- und Röstaromen zu verleihen. Wie lange ein Wein reifen muss ist abhängig von seiner Art und Qualität.

Wie Entsteht Der Alkohol Im Wein?

Grob gesagt: Es gibt keinen schlechten Jahrgang, nur schlechten Wein. Für einige ist ein Riesling nach 3 Jahren reif, andere wiederum schmeckt der Riesling erst nach 13 Jahren.

Jeder Weingeschmack ist unterschiedlich. Reife Weine schmecken überwiegend weniger süß, dafür tritt die Säure mehr in den Vordergrund. Außerdem verblassen mit der Zeit die Fruchtaromen des Weins. Stattdessen bekommen würzige Aromen mehr Komplexität. Wer daher fruchtige und süße Weine bevorzugt, sollte auf ältere Weine eher verzichten. 

Wenn der Wein nach der Lagerung sein volles Aroma entfaltet hat, kann er fertig abgefüllt werden. In diesem Prozess steht die Hygiene an allererster Stelle. Obwohl der Wein durch das „verschönern“ schon sehr klar ist, wird er dennoch nochmal vor der Abfüllung filtriert, um den Wein zu entkalken und Hefen fernzuhalten. Die Filtration ist gerade deshalb wichtig, um spätere biologische Prozesse zu unterbinden. Nach der Filtration wird der Wein in Flaschen abgefüllt. Der restliche Hohlraum im Flaschenhals wird mit Kohlensäure überlagert, damit die vorhandene Luft im Flaschenhals verdrängt wird und es nicht zu einer schnelleren Alterung kommt. Nach der Abfüllung geht es für die Flasche entweder direkt in den Verkauf, oder zum Nachreifen. 

Das Geheimnis Der Weinherstellung: So Entsteht Ein Edler Tropfen

Du hast bereits 2 von 13 Beiträge zum Thema Wein durchgelesen. Schaue Dir nun auch den nächsten Beitrag an, um Dein Basiswissen zu vervollständigen!Nach der 2019 beschlossenen EU-Verordnung ist Wein ein Erzeugnis, das aus alkoholischer Gärung gewonnen wird und ein Alkohol-Mindestvolumen von mindestens 8, 5% aufweist. Beim Prozess der Weinherstellung gibt es allerdings weitaus mehr zu beachten, als man zunächst denken mag. Nicht ohne Grund gibt es viele verschiedene Winzer, Önologen und Weingüter, die sich dem Thema verschrieben haben und Ihre Erzeugnisse immer weiter perfektionieren wollen.

Lebensmittelkunde:

Doch wie genau wird aus den Beeren der Weinrebe eigentlich Wein gemacht? Wie unterscheiden sich Rot-, Weiß- und Roséwein in der Herstellung? Woher kommen die Trauben und was passiert mit ihnen, bis sie in die Flasche kommen? Wir erklären die Weinherstellung vom Weinberg bis in die Flasche in 6 grundlegenden Schritten.

Kurz gesagt: der wesentliche Unterschied zwischen der Herstellung von Rot- und Weißwein ist die Reihenfolge der Arbeitsschritte. Roséwein hingegen kann auf unterschiedliche Arten hergestellt werden, aber ähnelt eher dem Prozess der Weinherstellung von Weißwein.

Veganer Wein: Wie Wird Dieser Hergestellt?

Einer der ausschlaggebenden Unterschiede bei der Herstellung von Rotwein ist, dass im Gegensatz zum Weißwein, das Keltern erst nach der Gärung stattfindet. Grund dafür ist die Mit-Vergärung der Traubenschale beim Rotwein, um die rote Farbe des Weines zu erreichen. Diesen Prozess der Gärung nennt man Maischegärung.

Häufig wird wegen der Farbe irrtümlicherweise angenommen, Roséwein sei eine Mischung aus Rot- und Weißwein. Das ist allerdings nicht korrekt: Die Farbe des Roséweins entstammt dem Herstellungsprozess, der eine verkürzte Maischegärung beinhaltet. Dadurch werden die Schalen, die dem Wein seine Farbe verleihen, früher entfernt, wodurch die besondere Rosé-Farbe zustande kommt.

Die Weinherstellung beginnt mit dem Weinbau im Weinberg. Die Setzlinge (junge Pflanzen) werden von den Winzern gehegt und gepflegt, bis die Weinreben Früchte tragen. Nachdem die Natur und der Boden den Trauben alles Wichtige mitgegeben haben, kommt es zwischen Ende August und Mitte Oktober zur sogenannten Weinlese. Die Winzer ziehen mit ihren Lesehelfern hinaus in den Weinberg und lesen, also ernten die reifen Weintrauben. Auf der Südhalbkugel hingegen findet die Ernte regulär in den Monaten März oder April statt. Der genaue Erntezeitpunkt hängt von vielen Faktoren ab – insbesondere der Fortschritt und die Reife der Trauben sowie das Wetter spielen dabei eine große Rolle. Daher sollten Weinbauer sich genauestens überlegen, wann Sie die Lese durchführen. Lässt der Winzer beispielsweise die Beeren länger hängen, verlieren sie mehr Wasser, die Aromen und der Zuckeranteil bleiben aber gleich. Wichtig: geerntet werden wirklich nur reife

Wie

Weinherstellung Einfach Erklärt Im Überblick

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